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Tarantinos "Death Proof"
Donnerstag, den 19. Juli 2007 um 10:06 Uhr

In seinem Auto-Amazonen-Streifen "Death Proof" lässt Regisseur und Autonarr aus Hollywood Quentin Tarantino ab heute (19. Juli 2007) in den deutschen Kinos die US-Klassiker Dodge Charger und Dodge Challenger aufeinander losgehen. Er beweist damit erneut, dass er vermutlich Hollywoods größter Autonarr ist...

Für Neuwagen hat Quentin Tarantino wenig übrig. Sein Herz schlägt für US-Fabrikate der sechziger Jahre. "Wenn es ein Produkt gibt, bei dem man sich fragt: 'Wieso haben sie aufgehört, die Dinger so zu bauen?', dann sind es die Autos dieser Ära", erklärte der Regisseur unlängst in einem Interview. Angetan haben es Tarantino vor allem so genannte Muscle Cars - übermotorisierte, protzige Kraftbolzen mit blubbernden V8-Motoren und Riesendurst.

Dieser Leidenschaft hat der Filmemacher in "Death Proof" (Deutschlandstart, heute, 19. Juli) vollends nachgegeben. Zwar mäkelt die Fachpresse, die "Oktanschmonzette" ("Guardian") reiche nicht an frühere Tarantino-Meisterwerke wie "Pulp Fiction" oder "Reservoir Dogs" heran. Autofans jedoch kann das schnurz sein - schon der endlosen Verfolgungsjagden wegen lohnt sich der Film. Trotzdem ganz kurz die Story: Mädchenmörder Stuntman Mike (Kurt Russell) trifft auf mehrere gutaussehende Damen, die ihm anders als frühere Opfer in Sachen PS und Bewaffnung mehr als gewachsen sind. Eine wilde Jagd entbrennt.

Unsympath Mike ist in zwei verschiedenen Wagen unterwegs: einem 1971/72er Chevy Nova SS sowie einem 1969er Dodge Charger. Vor allem letzterer ist Legende. Das in zahlreichen verschiedenen Ausführungen gebaute, bei NASCAR-Rennen eingesetzte Auto war in den späten sechziger Jahren ein Verkaufsschlager. Die Standardversion des Charger 500 von 1969 war mit 375 PS ausgestattet und hatte einen 7,2-Liter-Motor. Mikes Widersacherinnen hingegen sind in einem Dodge Challenger unterwegs. Erfreulich für Connaisseure: Der Regisseur hat bei allen Verfolgungsszenen auf Bluescreens, Computerzauber und Modelle verzichtet, echter geht es kaum.

Der Maestro selbst bevorzugt übrigens Chevrolet. In "Pulp Fiction" lässt er den heroinsüchtigen Profikiller Vincent Vega (John Travolta) in einem kirschroten 64er Chevy Malibu Cabrio durch Los Angeles zockeln. Das Auto ist keine Requisite, sondern Tarantinos eigener Wagen.

 

 

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