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| Mobile Musik seit 75 Jahren |
| Montag, den 30. Juli 2007 um 12:09 Uhr |
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Sie spielen CDs ab und MP3-Formate, lassen sich mit Mobiltelefonen koppeln und Navigationstechnik bestücken, bringen Nachrichten, Musik und Verkehrsfunk ins Fahrzeug. Autoradios sind heute wahre Alleskönner. An solche Techniken war zur Geburtsstunde dieser Geräte vor 75 Jahren gar nicht zu denken – geschweige denn, dass man die modernen Begriffe und Techniken überhaupt kannte. Die elektronischen Beifahrer haben aber nicht nur bei der Leistungsfähigkeit zugelegt, sie haben sich auch formal verändert: Am Anfang waren das unförmige Kästen, aus denen – nostalgisch genug – Röhren heraus ragten. Das erste Seriengerät wurde am 19. August 1932 zur Internationalen Funkausstellung in Berlin präsentiert und kostete damals ein Drittel dessen, was für ein Auto fällig wurde. In den 60er Jahren erst gelang es Blaupunkt, die Geräte einem breiten Publikum zugänglich zu machen: Die Radios entsprachen von der Größe her in etwa denen heutiger Ausprägung. Sie empfingen meist UKW, Mittel- und Langwelle. Auch Kurzwelle war damals noch gängig. Heute aber ist die „KW“-Taste bzw. -Funktion bei den meisten Geräten verschwunden – bedauerlich genug, denn auf Reisen in der Ferne fehlt es so an den Infos von zuhause. UKW- und Mittelwellensender reichen oft nicht weit genug. Ein Stück Geschichte sind auch die Werbeplakate von früher. Sie zeigen weit weniger die technischen Möglichkeiten auf. Es ging damals um anderes, um den Status, um Luxus. Blaupunkt beschreibt heute seine Werbung von damals so: „Wir tauchen ein in die mondäne Welt eleganter Coupés und Cabriolets, gleiten durch futuristische Wolkenkratzerschluchten und über luftige Hochgebirgsstraßen“ – eine große, weite Glitzerwelt symbolisierend. Und ein „Autosuper“ war damals keine Selbstverständlichkeit, er bezeugte vielmehr die Zugehörigkeit zu diesem elitären Kreis.
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