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| Alle Super? Das Ende des Normalbenzins. |
| Dienstag, den 14. August 2007 um 10:58 Uhr |
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Bis auf einen Cent ist das Normalbenzin an den Preis von Super herangekommen. Für die Automobilverbände wieder Anlass zu Spekulationen: Wie lange wird es den 91-Oktan-Sprit noch geben? Die Mineralölindustrie bestreitet eine Abschaffung des Normalbenzins - zumindest vorerst. Erst die gute Nachricht: Solange es eine ausreichende Nachfrage nach Normalbenzin gibt, wollen die Mineralölkonzerne an ihren Tankstellen laut eigener Aussage diesen auch anbieten. Vor zwei Wochen hatten die Ölkonzerne ohne vorherige Ankündigung den Preisvorteil bei Normal- gegenüber Superbenzin um die Hälfte gekürzt. Damit ist der 91-Oktan.Kraftsstoff lediglich einen Cent günstiger als der Supersprit. Insbesondere Fahrer älterer Fahrzeuge sowie sparsame Fahrer jüngerer Fahrzeuge sind davon betroffen. Von Seiten der Automobilclubs hagelt es heftige Kritik - es könnte nämlich noch mehr dahinter stecken: "Es deutet alles auf die mittelfristige Abschaffung von Normalbenzin hin. Super wird das neue, dann aber teurere Normal", erklärte der Präsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg, der "Bild"-Zeitung. Führt das zur Monokultur an der Zapfsäule?Von Seiten der Automobilclubs vermutet man, dass durch die Preisangleichung der Normalkraftstoff heimlich aus dem Markt genommen werden soll. Durch den Wegfall des Preisvorteils ist ein Nachfragerückgang sehr wahrscheinlich - damit hätten die Ölkonzerne einen Vorwand, den weniger lukrativen Sprit aus dem Programm zu streichen. Der Wegfall von Normalbenzin wäre ein lohnendes Geschäft: Eine Umstellung auf Super würde nicht nur zusätzliche Einnahmen bringen, sondern gleichzeitig auch die Kosten für getrennte Tanks und seperate Anlieferung einsparen. Die weltweit hohe Nachfrage nach Normalbenzin sei hingegen laut der Mineralölkonzerne der Grund für die aktuelle Preisentwicklung. Auf den internationalen Märkten sei Normal zeitweise sogar teurer als das eigentlich hochwertigere Super gewesen. Eine Bekenntnis zum Normalbenzin wollten die große Mineralölkonzerne jedoch nicht abgeben. Eine Shell-Sprecherin ließ lediglich verlauten, dass es aktuell keine Pläne, sich aus dem Verkauf von Normalbenzin zurückzuziehen gäbe. Ähnliche Töne hörte man auch von Seiten ExxonMobils. Weiter erklärte die Shell-Sprecherin jedoch auch: "Es ist allerdings richtig, dass die Nachfrage von Jahr zu Jahr zurückgeht und immer weniger Neuwagen auch Normalbenzin vertragen können" Eine Aufgabe für das Kartellamt?Zu Ysenburg, Präsident des AvD forderte unterdessen ein Eingreifen des Kartellamtes: "Dieses unverschämte Abkassierprogramm bedeutet eine neue, eiskalte Abzocke zulasten des Normalverbrauchers." Der ADAC äßerte sich ebenfalls in diese Richtung: "Das ist in der Tat eine krasse Preiserhöhung, die eigentlich nicht gerechtfertigt ist, nachdem es europaweit ja noch sehr viele Länder gibt, in denen Normalbenzin nach wie vor sehr stark nachgefragt wird. Ich kann mir beim besten Willen keinen Grund vorstellen, warum man jetzt auf einmal diese Differenz halbiert hat." Bei Aral kostets Normal am Montag 1,33 Euro, Super 1,34 Euro und Diesel schlägt mit 1,15 Euro zu Buche.
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