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| Spurtreue ade |
| Donnerstag, den 09. August 2007 um 16:59 Uhr |
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Die Autos in Deutschland werden immer älter. Ca. acht Jahre hat der Fuhrpark mit deutschem Kennzeichen inzwischen durchschnittlich auf dem Buckel! Demzufolge sind viele Fahrzeuge breits zehn und mehr Jahre alt. Optisch mögen manche dieser Autos noch ganz gut ins Straßenbild passen, aber technisch? Die Experten äußern Bedenken: „Viele Teile sind verschlissen, diese Autos werden zu einer Gefahr.“ Der TÜV Rheinland hat ermittelt, dass jedes siebte Auto ist mit mindestens einem defekten Stoßdämpfer unterwegs ist. Das bedeutet, dass rund fünf bis sechs Millionen Pkw nicht fit für die Straße sind. Wie gefährlich sich marode Dämpfer auf das Fahrverhalten auswirken, beweisen diese vom TÜV Rheinland genannten Zahlen: Ein technisch gut gerüstetes Automobil kann bei einer Notbremsung aus 80 km/h nach etwas über 30 Metern zum Stillstand kommen. Ein Fahrzeug, dessen Stoßdämpfer nur noch zu 50 Prozent funktionieren, braucht aber schon über acht Meter mehr. Dies gilt vor allem dann,wenn die Fahrbahn nicht ganz eben ist, da hier die Bodenhaftung noch schlechter ist als auf glattem Belag. Doch nicht nur der Bremsweg wird durch verminderte Dämpferleistung verlängert, auch die Fahrstabilität lässt zu wünschen übrig. Dies deshalb, weil einerseits nicht mehr alle Räder festen Bodenkontakt haben und andererseits die Wankneigung stark zunimmt. Das bedeutet, dass sich das Auto je nach Fahrsituation stärker als erwünscht zur Seite (Kurvenfahren) oder nach vorne (Bremsen, abruptes Gaswegnehmen) bewegt und sich wie ein Wackelpudding gebärdet. Diese Instabilität kommt besonders stark zum Ausdruck, wenn ein Fahrzeug – z. B. auf Urlaubsreise – stärker beladen wird. Ist gar ein Dachgepäckträger montiert, verschlimmert sich das Ganze noch mehr. Die Hersteller von Stoßdämpfern raten zwar, schon nach 20000 km einen Test durchführen zu lassen. Dies scheint aber zumindest bei Neuwagen etwas übervorsichtig. Fakt ist jedoch, dass bei Automobilen, die schon 60000 km und mehr auf dem Tacho haben, längst eine Kontrolle durch den Fachmann hätte stattfinden müssen – zusätzlich zum Test beimTÜV. Der Fahrer selbst bemerkt das Nachlassen der Dämpfer gar nicht so sehr, da dieserVorgang nicht abrupt, sondern schleichend erfolgt. Daher gewöhnt man sich nach und nach an die schlechteren Fahreigenschaften und empfindet diese so als gar nicht gefährlich.
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